Das muss Liebe sein
Schon als kleines Hundebaby von 10 Tagen sahen wir dich das 1.Mal per Bild. Und besuchten dich, als du 4 Wochen alt warst. Ich nahm dich auf den Arm und du gabst mir einen Kussi auf die Wange....und da war es dann ganz um mich geschehen....
         
Mit 6 Wochen zogst du dann bei uns ein und wurdest bester Freund unserer Kira. Lustig, kuschelig, anlehnungsbedürftig, ein kleiner Schelm, der vieles ausprobieren musste.
         
         
Aber du hast schnell gelernt und wurdest zum Beschützer deiner Familie auf unserem Bauernhof. Fußball mit Herrchen spielen, große Knochen und Äste knabbern, Radfahrer anschimpfen, im Schnee wälzen (manchmal auch in der Modder) und schmusen, deine Lieblingsbeschäftigungen.
         
Das größte Glück waren eure Babys, die wir dann von der 1.Minute begleitet haben (Kiras Wurfkiste stand direkt neben Frauchens Bett). Als stolzer Hunde Papa hast du so liebevoll mit deinen Kindern gespielt und getobt. Das einzige Mädchen im Wurf “Abby” war dein absoluter Liebling.
         
         
Als du 7 Jahre alt warst, hat uns unsere geliebte Kira mit 9,5 Jahren verlassen und musste über die Regenbogenbrücke gehen in Folge Lungenkrebs. Seitdem hat dich und uns Kiras Seele in Form eines kleinen schwarzen Katzenbabys begleitet, das wenige Tage nach Kiras Tod herzzerreißend und unerbittlich unter unserem Fenster maunzte und zielstrebig um Einlass bat. ”Misou”, spontan fiel mir dieser Name ein... Mit anderen Katzen hattest du, Merlin, vorher nie etwas am Hut gehabt. Aber Misou war dir von der 1.Minute vertraut. Zusammen habt ihr auf der Hundewiese gelegen Seite an Seite oder Kiras Grab besucht.
         
Nun ist nur noch Misou an unserer Seite, denn mit 10,5 Jahren mussten wir auch dich erlösen lassen. Wir haben zusammen so unendlich lange um dich gekämpft, um einen Mastzelltumor am Bein über 4 unglaubliche Jahre in Schach zu halten. Dank vieler Alternativheilmittel und Kräuter konnten wir dir viel Lebensqualität, Bewegungsfreude und Schmerzfreiheit schenken. Erstaunlicherweise funktionierte dies bei so einer aggressiven Krebsart traumhaft lange. Wir sind so dankbar, dich in dieser Zeit noch bei uns gehabt zu haben. Sogar den Orkan im Oktober 2017 und seine Schäden auf unserem Grundstück, als ein riesiger Baum Carport, Auto und vieles mehr zerstörte, hast du unbeschadet überstanden und erstaunt die riesige Baumkrone am Boden angeschaut, die alle Wege blockierte. Das sollten dann so ziemlich die letzten Fotos sein, die wir von unserem noch lebenden Hund als Erinnerung haben. Als dann dein Tumor am Bein im Dezember explosionsartig wuchs auf Fußballgröße und du ihn aufbeißen wolltest, war der Tag “X” da.
Wir mussten nun den schwersten Gang unseres Lebens mit dir gehen und auch dich erlösen lassen. Die TÄ sagte noch, dass solche Tumore zu keiner Zeit operabel gewesen wären. Und es ein Wunder wäre, dass du damit solange unbeschwert gelebt hast. Wie schon bei Kira wich ich nicht von deiner Seite und hielt deinen Kopf und sprach mit dir in leisen Worten: “gute Reise mein Schatz, gleich hast du es geschafft...Auf der anderen Seite des Regenbogens wartet schon Kira auf dich...” Nur ganz kurz....aber du hast noch einmal deinen Kopf gehoben und uns angeschaut. Dann bist du in meinen Armen friedlich eingeschlafen. Dieser Abschied war für uns ein so schmerzlicher Einschnitt, so dass wir zu Hause angekommen noch längere Zeit bei dir blieben am Auto, dich streichelten und weinten.
         
Nie wieder wird so eine liebe Hundeseele bei uns einziehen. Nie wieder möchten wir so leiden. Ein Hundeleben ist viel zu kurz, als dass wir noch einmal diese Abschiede ertragen könnten. Du bist nun bei Kira und begraben an ihrer Seite in unserem Garten/eurer ehemaligen Hundewiese. Ein bunter Blumentraum auf eurem Doppelgrab erinnert uns tgl. an euch. Ich schaue nun aus dem Fenster und denke an unsere gemeinsame Traumzeit.....
   
Worte des Trostes